Porträt 06

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„Obwohl wir so viel arbeiten, verbringen wir sehr viel schöne Zeit mit unseren Kindern.“
© eveleen007 - stock.adobe.com
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Die porträtierte Wissenschaftlerin ist seit mehr als 20 Jahren an ihrem Institut tätig. Sie begann ihre Karriere als wissenschaftliche Hilfskraft. Die letzten sieben Jahre war sie als Abteilungsleiterin tätig. Seit kurzem ist sie Professorin an einer Hochschule. Zugunsten dieser neuen Aufgabe hat sie die Abteilungsleitung abgegeben, ist aber weiterhin zusätzlich für ihr Forschungsinstitut tätig. Sie ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter mit Down-Syndrom.

Hatten Sie bereits Kinder, als Sie eine Führungsposition übernommen haben?

Wissenschaftlerin: Im gleichen Jahr in dem ich Gruppenleiterin wurde, wurde mein Sohn geboren. Vier Jahre später wurde ich Abteilungsleiterin. Meine Tochter wurde weitere zwei Jahre später geboren. Als ich die Abteilungsleitung übernahm, habe ich meinen Institutsleitern bereits angekündigt, dass ich noch ein zweites Kind bekommen möchte.

Was ist das Besondere an einer Leitungsfunktion, wenn man Kinder hat?

Wissenschaftlerin: Bevor ich Kinder hatte, konnte ich arbeiten wann und vor allem solange wie ich wollte. Ich neige dazu, gerne große Sachen am Stück zu durchdenken. Das geht heute nicht mehr, denn ich muss oft von Aufgabe zu Aufgabe springen. Das liegt aber nicht nur an den Kindern, sondern vor allem auch an meiner Abteilungsleitungsfunktion. Durch die Kinder habe ich gelernt, mich zu disziplinieren und effizienter zu arbeiten. Meine Tage und Wochen sind seit der Geburt der Kinder straff durchorganisiert.

Wann nach der Geburt Ihrer Kinder haben Sie wieder angefangen zu arbeiten?

Wissenschaftlerin: Ich habe jeweils nach dem Mutterschutz wieder angefangen zu arbeiten. Bei meinem Sohn haben mein Mann und ich uns die Betreuung geteilt. Zu dieser Zeit gab es noch keine Möglichkeit zur Fremdbetreuung eines Babys. Ich habe deshalb ein Jahr lang auf 30 Stunden pro Woche reduziert und mein Mann hat auf ungefähr 60 Prozent reduziert. Jeder von uns beiden hat zwei ganze Tage gearbeitet und einen Arbeitstag haben wir halbiert. Auch die Nächte haben wir aufgeteilt. So konnte derjenige, der am nächsten Tag arbeitet, durchschlafen.

Nach der Geburt meiner Tochter bin ich nach dem Mutterschutz in Vollzeit wieder eingestiegen. Mir war klar, dass ich als Abteilungsleiterin sowieso Vollzeit arbeite. Es machte also keinen Sinn, meinen Stundenumfang zu reduzieren. Der Kindergarten unseres Sohnes hat uns angeboten, unsere Tochter bereits mit vier Monaten aufzunehmen. Das war für uns ein spannendes Experiment, aber es hat sich als sehr gut erwiesen. Allerdings hatten wir auch einen Plan B: Hätte die Betreuung in der Kita nicht funktioniert, hätte mein Mann seinen Stundenumfang drastisch reduziert.

Hatten Sie Vorbilder, die ebenfalls direkt nach der Geburt wieder eingestiegen sind?

Wissenschaftlerin: An meinem Institut gab es bereits vor mir Kolleginnen, die nach der Geburt ihrer Kinder schnell wieder in den Beruf eingestiegen sind. Das hat mich beruhigt, weil ich gesehen habe, dass es funktionieren kann. Aber auch ohne diese Vorbilder wäre ich direkt nach dem Mutterschutz wieder eingestiegen. Hilfreich waren diese Kolleginnen aber vor allem im Hinblick auf Infos zum Stillen. Sie haben mich beraten was das Abpumpen und die Lagerung der Milch betrifft. Das Stillen war mir sehr wichtig und so konnte ich trotz meiner Arbeit stillen.

Was macht Ihr Mann beruflich?

Wissenschaftlerin:  Mein Mann ist Berufsschullehrer und zusätzlich Kriseninterventionsmanager an seiner Schule. Momentan arbeitet mein Mann 75 Prozent, das entspricht einer Arbeitszeit von etwa 38 Stunden – in Krisenfällen durchaus auch mehr. In den Ferien hat er dann nahezu komplett frei.

Welche Vorstellungen und Pläne hatten Sie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bevor Sie Eltern wurden?

Wissenschaftlerin:  Wir haben uns explizit schon lange vor der Familiengründung Gedanken dazu gemacht. Das war damals noch ganz abstrakt, weil wir natürlich nicht wussten, was auf uns zu kommt. Ich finde es ist wichtig, dass man sich den passenden Mann sucht, wenn man als Frau Karriere machen möchte und Kinder haben will.

Wir haben abgesprochen, dass wir uns die Erziehung der Kinder teilen werden und dass ich die karriereorientiertere Stelle haben werde. Das Finanzielle war dabei nicht der ausschlaggebende Faktor, auch wenn ich mehr verdiene. Als Lehrer war es für meinen Mann einfacher Stunden zu reduzieren als für mich.

Wie haben Sie die Betreuung Ihrer Kinder organisiert?

Wissenschaftlerin:  Unsere Tochter geht in einen Ganztageskindergarten. Meistens bringen wir sie gegen 8 Uhr hin und holen sie um 16 Uhr ab. Manchmal holen wir sie auch schon früher. Meine Tochter geht sehr gerne in den Kindergarten und es klappt alles sehr gut. Sorgen mache ich mir wie es wird, wenn meine Tochter in die Schule kommt. Es gibt viel zu wenig Plätze an Schulen, die Erfahrung mit Kindern mit Down-Syndrom haben. Bei den weiterführenden Schulen gibt es gute Schule mit langjähriger Erfahrung mit Kindern mit Down-Syndrom, aber bei den Grundschulen sieht es schlecht aus. Wir rechnen damit, dass wir den Schulanfang sehr intensiv begleiten müssen.

Unser Sohn hat eine offene Ganztagesgrundschule besucht. Dort hat er zu Mittag gegessen und wurde bis 16:30 Uhr betreut. Mittlerweile geht er auf eine weiterführende Schule. Auch dort besteht die Möglichkeit einer Mittagsbetreuung. Wenn er aber nicht mehr dortbleiben möchte, kann er nach Hause gehen. Er ist sehr selbständig und hat einen eigenen Schlüssel. Nach dem Mittagessen macht er selbstständig seine Hausaufgaben – da muss niemand daneben sitzen.

Am Nachmittag nimmt mein Mann sich viel Zeit für unsere Tochter und ich nehme mir jeden Abend ein bis zwei Stunden Zeit für unseren Sohn. Diese Zeit gehört ganz ihm, in dieser Zeit spielen wir, lesen wir oder ich unterstütze ihn bei den Hausaufgaben. Durch die Gleitzeit kann ich freitagvormittags mit meiner Tochter in eine spezielle Sportgruppe für Kinder mit Down-Syndrom gehen. Obwohl wir so viel arbeiten, verbringen wir sehr viel schöne Zeit mit unseren Kindern. Unsere Kinder haben mehr Zeit mit uns als einige ihrer Freunde mit deren Eltern.

Mein Sohn hat manchmal den Eindruck, dass seine Schwester aufgrund des Down-Syndroms mehr Beachtung bekommt. Leider kann man nicht verhindern, dass andere immer zuerst nach ihr fragen und nicht nach unserem Sohn.

Wie hoch ist Ihre Reisetätigkeit?

Wissenschaftlerin: In meinem schlimmsten Jahr hatte ich genau 50 Dienstreisen: Diese dauerten unterschiedlich lang – manche nur wenige Stunden, andere mehrere Tage. Über die Jahre konnte ich die Zahl der Tage, die ich unterwegs bin, reduzieren. Ich achte darauf, möglichst wenig zu übernachten. Dafür stehe ich dann auch sehr früh auf und komme sehr spät zurück. Wenn ich auf Reisen bin, übernimmt mein Mann das Bringen und Holen unserer Tochter. Dann müssen sie allerdings schon um 7:15 Uhr im Kindergarten sein, damit mein Mann pünktlich um 8 Uhr in der Schule ist. Es ist keine Freude, ständig auf Dienstreise zu sein, weil die inhaltliche Arbeit dann einfach liegen bleibt.

Welche Rolle spielt Ihr Partner bei der Organisation des Alltags?

Wissenschaftlerin: Mein Mann spielt eine sehr entscheidende Rolle. Ihm ist es sehr wichtig, dass sein ganz entscheidender Anteil gesehen und anerkannt wird. Es ist mir in anderen Interviews schon passiert, dass das einfach unter den Tisch gefallen ist. Das fanden mein Mann und ich sehr ärgerlich. Dort wurde es so dargestellt, als würde ich alles alleine managen. Wir sind aber völlig gleichberechtig und teilen partnerschaftlich.

Heute wollen viele Männer eine partnerschaftliche Teilung. Diese Männer treffen aber auf Vorbehalte – das fängt oft schon in der eigenen Familie an. Gerade für die Kinder ist es aber ein großer Vorteil, wenn sie von mehreren Personen betreut werden und schon früh Kontakt zu anderen Kindern haben.

Unsere Hausarbeit haben wir optimiert. Der Haushalt muss möglichst zeitsparend und eher nebenher funktionieren. Wir beteiligen uns beide an der Hausarbeit, allerdings macht mein Mann den größeren Anteil.

Welche Besonderheiten ergeben sich durch ein Kind mit Down-Syndrom für dessen Betreuung bzw. für Ihre Familie und Ihre Arbeit?

Wissenschaftlerin: Durch ein Kind mit Down-Syndrom lernt man Deutschland von einer anderen Seite kennen. Eine Seite, die ich vorher nicht kannte. Man ist plötzlich mit Dingen konfrontiert, über die man sich vorher keine Gedanken gemacht hat: Wie geht unsere Gesellschaft mit Menschen um, die anders sind? Die Antwort ist ganz klar: Sie werden diskriminiert. Meine Tochter bekommt zum Beispiel im Krankenhaus nur ein Zweibettzimmer, während die gleiche Krankenversicherung anderen Kindern ein Einbettzimmer bezahlt. Das finde ich grotesk.

Wir Eltern müssen viel für Akzeptanz sorgen. Als Frau in der Abteilungsleitung bin ich es gewohnt mich durchzubeißen, das war sehr hilfreich. Die Behördengänge, die man so am Hals hat, sind nicht meine Lieblingsbeschäftigung und sie sind ein zusätzlicher Arbeitsbatzen.

Man lernt außerdem, wie wichtig Netzwerke sind. Diese sind für alle Familien wichtig, aber für Familien mit Kindern mit Down-Syndrom geht es nicht ohne Netzwerke. Dort bekommt man Antworten auf viele seiner Fragen. Ich finde es schade, dass es kein Netzwerk meiner Forschungsorganisation zum Thema Behinderung gibt. Es wäre schön, wenn sich Kolleginnen und Kollegen austauschen könnten, die entweder selbst betroffen sind oder betroffene Angehörige haben.

Was sind für Sie im Alltag die größten Herausforderungen?

Wissenschaftlerin: Für uns als Familie ist die größte Herausforderung, wenn ein Kind krank ist. Dann ist unser System ausgeknockt und wir müssen improvisieren. Ich arbeite dann ausnahmsweise auch mal von zu Hause aus oder die Großeltern springen ein. Meine Organisation bietet einen Familienservice an. Diesen haben wir noch nicht genutzt, denn die Betreuung durch eine völlig fremde Person konnte ich mir bislang nicht vorstellen. Auch weil meine Tochter zwar alles versteht, aber vor allem mit Gebärden kommuniziert und nur wenige Wörtern spricht – fremde Personen unterschätzen deshalb meine Tochter oft.

Für meine Forschungsorganisation ist die größte Herausforderung, dass wir immer mehr Geld erwirtschaften müssen und gleichzeitig immer teurer werden. Ich finde, die Arbeitsbelastung ist auch größer geworden. Befristungen sind ein großes Thema bei der Familienplanung, und zwar für Männer und Frauen. Ich hatte schon sehr interessante Bewerberinnen und Bewerber, die ich nicht bekommen habe, weil ich ihnen nur einen befristeten Arbeitsvertrag anbieten konnte.

Welche Rahmenbedingungen Ihrer Forschungsorganisation tragen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei?

Wissenschaftlerin: Die wichtigste Rahmenbedingung ist für mich die Flexibilität der Arbeitszeiten. Ein starres Modell würde mir keinen Raum für wichtige private Termine auf der einen Seite und Dienstreisen auf der anderen Seite bieten. Ich bin aber auch dadurch flexibel, dass mein Mann sehr flexibel ist.

Das Engagement der Institute meiner Forschungsorganisation zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist sehr unterschiedlich. Bei uns auf dem Campus passiert nicht ganz so viel, andere Institute machen da deutlich mehr. Insgesamt sollte meine Organisation deutlich innovativer sein und mit ganz neuen Modellen zur Vereinbarkeit vorweg gehen. Wer sonst könnte innovative Modelle leben, wenn nicht wir?

Was könnte Ihre Forschungsorganisation ändern, um die Vereinbarkeit von Privatem und Beruf (noch mehr) zu erleichtern?

Wissenschaftlerin: Meine Organisation sollte sich gegenüber ehrlich sein. Denn wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Befristung haben denn Kinder? Ich sehe die Befristung als großes Hindernis für die Familienplanung. Ich selbst war bereits entfristet, als ich das erste Mal Mutter wurde, da hatte ich einen ganz anderen Handlungsspielraum als Kolleginnen, die nur einen befristeten Vertrag haben.

Ich bin froh, dass meine Forschungsorganisation das Thema pflegebedürftige Angehörige aufgegriffen hat. Da ist sie tatsächlich Vorreiter gewesen. Das Angebot des Familienservice dazu sollte aber noch deutlich bekannter gemacht werden. Denn die Pflege von Angehörigen ist ein ausgesprochen wichtiges Thema, das seelisch sehr belastend sein kann.

Welchen Ratschlag geben Sie anderen, die Kinder haben möchten und eine Karriere anstreben?

Wissenschaftlerin: Ich rate allen, diskutiert ganz früh mit eurem Partner oder eurer Partnerin – und zwar weit vor einer Schwangerschaft. Macht euch klar, was ihr selbst möchtet und befreit euch von Konventionen.

Inspirator*innen

Individuelle Wege zur Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben

Bilder © eveleen007 - stock.adobe.com

  • „Das Schönste ist die Zeit, wenn wir gemeinsam zu fünft sind. Das ist unschlagbar.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin und der porträtierte Wissenschaftler arbeiten seit 10 Jahren
    in der gleichen Abteilung eines Forschungsinstituts. Beide sind wissenschaftliche
    Mitarbeitende und stellvertretende GruppenleiterIn. Sie haben sich während ihres Studiums
    kennengelernt und sind mittlerweile verheiratet. Vor 19 Monaten wurden sie Eltern von Drillingen.
    Sie organisieren den Familienalltag gleichberechtigt und teilen alle Aufgaben
    halbe-halbe zwischen sich auf.

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    Porträt 01
  • „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben nun zwei Ansprechpersonen,
    anstatt zwei Chefs.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin und der porträtierte Wissenschaftler leiten gemeinsam
    eine Abteilung ihres Forschungsinstituts. Das Institut hat mehrere Standorte.
    Der Standort an dem die beiden porträtierten Personen arbeiten, liegt ländlich ohne
    Anbindung an eine Universitätsstadt. Die Wissenschaftlerin hat promoviert und
    arbeitet seit fast 10 Jahren für das Institut. Sie ist verheiratet. Der Wissenschaftler
    hat ein Dplom und ist seit fast 20 Jahren am Institut. Er ist verheiratet und hat
    zwei Kinder im Grundschulalter. Seine Frau arbeitet in Teilzeit am gleichen Institut.

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    Porträt 02
  • „Papa mit Baby allein zuhause ist wirklich empfehlenswert.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin und der porträtierte Wissenschaftler arbeiten beide
    am selben Forschungsinstitut. Sie sind verheiratet und haben zwei Töchter. Diese sind
    im Kindergarten- bzw. Grundschulalter. Die Wissenschaftlerin ist seit sieben Jahren
    am Institut. Als sie begonnen hat für das Institut zu arbeiten, war ihre erste Tochter
    fünf Monate alt und wurde deshalb bis zum ersten Geburtstag vom Vater betreut.
    Der Wissenschaftler hat promoviert und arbeitet seit 2 Jahren am Institut.

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    Porträt 03
  • „Es ist nichts Besonderes daran eine Leitungsfunktion zu übernehmen
    und in Teilzeit zu arbeiten.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin arbeitet seit fast 20 Jahren an ihrem Institut.
    Knapp ein Jahr nachdem sie die Leitung einer Gruppe übernommen hatte, wurde ihr Sohn
    geboren. Mittlerweile ist ihr Sohn vier Jahre alt. Die Wissenschaftler ist nach wie
    vor Gruppenleiterin und arbeitet in Teilzeit, um aktiv Zeit mit ihrem Sohn
    verbringen zu können.

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    Porträt 04
  • „Vorbilder fand ich sehr wichtig.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin arbeitet seit 10 Jahren an ihrem Forschungsinstitut.
    Der porträtierte Wissenschaftler hat promoviert und ist Gruppenleiter an einer
    Universität. Beide sind verheiratet und haben einen 14 Monate alten Sohn,
    den sie gemeinsam betreuen.

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    Porträt 05
  • „Obwohl wir so viel arbeiten,
    verbringen wir sehr viel schöne Zeit mit unseren Kindern.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin ist seit mehr als 20 Jahren an ihrem Institut tätig.
    Sie begann ihre Karriere als wissenschaftliche Hilfskraft. Die letzten sieben Jahre
    war sie als Abteilungsleiterin tätig. Seit kurzem ist sie Professorin an einer
    Hochschule. Zugunsten dieser neuen Aufgabe hat sie die Abteilungsleitung abgegeben,
    ist aber weiterhin zusätzlich für ihr Forschungsinstitut tätig.
    Sie ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter mit Down-Syndrom.

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    Porträt 06
  • „Ein Tandem funktioniert nur mit guter Abstimmung und absolutem Vertrauen.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin A und die porträtierte Wissenschaftlerin B leiten
    gemeinsam eine Abteilung. Beide arbeiten in Teilzeit. Wissenschaftlerin A ist
    promoviert. Seit fast 15 Jahren arbeitet sie an ihrem Forschungsinstitut.
    Sie ist verheiratet und hat eine Tochter sowie einen Sohn im Grundschulalter.
    Wissenschaftlerin B hat vor 8 Jahren angefangen neben ihrem Studium als
    wissenschaftliche Hilfskraft für das Forschungsinstitut zu arbeiten. Seit 2 Jahren ist
    sie wissenschaftliche Mitarbeiterin.

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    Porträt 07
  • „Das Besondere ist, dass man rund um die Uhr Verantwortung trägt.
    Im Büro ist man für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich
    und zu Hause hat man Verantwortung für sein Kind.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin arbeitet seit 10 Jahren an ihrem Institut. Mit der
    Geburt ihrer Tochter ging in Jahr in Elternzeit. Kurz nachdem sie in ihre alte Position
    zurückgekehrt war, wurde ihr die Leitung einer Abteilung angeboten. Mittlerweile leitet
    sie die Abteilung seit eineinhalb Jahren und ihre Tochter ist drei Jahre alt.

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    Porträt 08
  • „Wir wollten beide nicht das klassische Familienmodell.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin hat vor 10 Jahren mit einem Promotionsstipendium
    an ihrem Institut angefangen. Vor sechs Jahren wurde sie als wissenschaftliche
    Mitarbeiterin eingestellt. Seit vier Jahren ist sie die stellvertretende
    Abteilungsleiterin. Ihr Mann arbeitet in der gleichen Abteilung. Gemeinsam haben sie
    eine Tochter im Kleinkindalter und einen Sohn in Säuglingsalter. Momentan arbeiten
    beide 40 Prozent, um ihren Sohn zuhause betreuen zu können.

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    Porträt 09