Porträt 05

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„Vorbilder fand ich sehr wichtig.“
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Die porträtierte Wissenschaftlerin arbeitet seit 10 Jahren an ihrem Forschungsinstitut. Der porträtierte Wissenschaftler hat promoviert und ist Gruppenleiter an einer Universität. Beide sind verheiratet und haben einen einjährigen Sohn, den sie gemeinsam betreuen.

Wann nach der Geburt haben Sie wieder angefangen zu arbeiten und mit welchem zeitlichen Umfang? Wie sieht Ihr Arbeitsmodell momentan aus?

Wissenschaftlerin: Bevor unser Sohn geboren wurde, haben wir beide Vollzeit gearbeitet. In der ersten Zeit nach der Geburt habe ich nicht gearbeitet und mein Mann hat 30 Stunden gearbeitet. Vom fünften bis zum siebten Lebensmonat unseres Sohnes war mein Mann in Elternzeit zu Hause. Als unser Sohn sieben Monate alt war, bin ich mit 15 Stunden pro Woche wieder eingestiegen und mein Mann hat an diesen beiden Tagen die Betreuung übernommen.

Wissenschaftler: Momentan arbeiten wir beide 25 Stunden pro Woche an jeweils fünf Tagen. Meine Frau fängt morgens gegen 7:30 Uhr an. Zum Mittagessen kommt sie nach Hause und übernimmt dann die Betreuung. Ich fahre nach dem Mittagessen zur Arbeit. An zwei Tagen pro Woche arbeite ich abends länger. Sonst würde ich immer genau dann nach Hause kommen, wenn unser Sohn gerade ins Bett geht. Da würde ich ihn jedes Mal stören und er würde keine Ruhe finden. Bislang haben wir erstmal die ersten 1,5 Jahre geplant. Wie es danach weitergeht, müssen wir erst noch schauen. Unser Sohn wird dann voraussichtlich von einer der Tagesmütter des Instituts an dem meine Frau arbeitet, betreut werden.

Welche Vorstellungen und Pläne hatten Sie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, als Sie erfahren haben, dass Sie Eltern werden?

Wissenschaftlerin: Wir waren problemlösungsorientiert nach dem Motto „wir kriegen das schon hin“. Vielleicht habe ich es mir auch einfacher vorgestellt aufgrund der Vorbilder, die es am Institut gab. Diese Vorbilder sind sehr schnell nach der Geburt wieder eingestiegen und haben es gut hinbekommen.

Wissenschaftler: Mir war von vornherein klar, dass meine Frau keine Frau ist, die drei Jahre mit dem Kind zu Hause bleiben wird. Wir haben viel darüber gesprochen, wie wir uns die Betreuung vorstellen und waren uns dann auch schnell einig. Es gab bei mir Kollegen, die die Arbeitszeit etwas reduziert haben für ihre Kinder. Bei den meisten ist jedoch die Frau zu Hause geblieben, um die Kinder zu betreuen.

Wie haben Ihre Vorgesetzten auf Ihre Pläne reagiert?

Wissenschaftlerin: Mein Vorgesetzter war sehr froh, dass ich einen konkreten Plan hatte und hat diesem gerne zugestimmt.

Wissenschaftler: Bei mir ist es so, dass die Beantragung einer Stundenreduzierung unabhängig vom direkten Vorgesetzten ist. Trotzdem macht es natürlich Sinn, diese mit dem Vorgesetzten abzustimmen. Ich war angenehm überrascht, dass es so wenig Widerstände gegen unser eher ungewöhnliches Modell gab.

Wie haben Ihre Kolleginnen und Kollegen reagiert?

Wissenschaftlerin: Meine Kolleginnen und Kollegen sind da entspannt.

Wissenschaftler: Meine Kollegen mussten sich schon etwas umstellen. Sie mussten sich vor allem daran gewöhnen, dass ich nicht mehr jederzeit da bin.

Wie zufrieden sind Sie selbst mit Ihrem Arbeitsmodell?

Wissenschaftler: Ich fand es einfacher, als ich die klare Trennung zwischen Kinderbetreuungs- und Arbeitstagen hatte. Momentan lebe ich morgens mit meinem Sohn in einer völlig anderen Welt als nachmittags auf der Arbeit. Aber der wirklich große Vorteil ist, dass ich nun wieder jeden Tag bei der Arbeit bin und so auch alles mitbekomme, was passiert.

Wie hoch ist Ihre Reisetätigkeit?

Wissenschaftlerin: Ich hatte bisher nur Tagesreisen. Ich bin Beauftragte für Chancengleichheit an meinem Institut. Beim letzten Treffen der BfC hatte ich überlegt meinen Sohn und meinen Mann als seine Betreuungsperson mitzunehmen. Letztlich war es mir dann aber für meinen Sohn zu stressig und ich bin nicht hingefahren. Mal schauen, wie es beim nächsten Treffen aussieht.

Wissenschaftler: Zwei Wochen nach der Geburt musste ich überraschend auf eine Dienstreise und auch sonst bin ich hin und wieder auf längeren Dienstreisen. Ich habe aber darauf hingearbeitet, dass es für mich nun weniger wird und auch mal ein Kollege eine Reise übernehmen kann. Jede meiner Dienstreisen bedeutet aktuell, dass meine Frau Urlaub nehmen muss.

Welche Rolle spielt Ihr Partner bzw. Ihre Partnerin bei der Organisation des Alltags?

Wissenschaftlerin: Wir haben einen gemeinsamen Kalender, in den wir alle Termine eintragen. Zusätzlich sprechen wir uns gut ab.

Wissenschaftler: Den Haushalt teilen wir uns auf. Ich koche das Mittagessen und meine Frau räumt danach die Küche auf. Mit Kind zu kochen ist manchmal eine ganz schöne Herausforderung.

Hatten Sie Bedenken als Mann in Teilzeit zu arbeiten?

Wissenschaftler: Ich hatte keine Bedenken, war aber gespannt wie es rein praktisch mit dem Arbeitsablauf funktioniert. Ich denke, durch das akademische Umfeld kamen Bedenken gar nicht so sehr auf. Wenn man in einem Unternehmen arbeitet und die Kollegen Druck machen, dann ist das vielleicht schon anders.

Wie hat Ihr Umfeld auf Ihr Betreuungsmodell reagiert? Mussten Sie als betreuender Vater mit Vorurteilen kämpfen?

Wissenschaftler: Unsere Eltern haben erstmal gestutzt… Meine Eltern hatten eine sehr klassische Rollenverteilung. Mein Vater hat gearbeitet und meine Mutter hat sich um uns Kinder gekümmert. Unsere Eltern waren sehr interessiert daran, wie man das heute so macht. Genauso wie sie interessiert daran waren, warum wir unser Kind tragen. In der Krabbelgruppe waren viele sehr überrascht, dass wir die Betreuung aufteilen und beide arbeiten gehen.

Hatten Sie ein Rollenvorbild? Sind Sie Vorbild für andere?

Wissenschaftlerin: Eine Kollegin war ganz klar ein Vorbild für mich. Außerdem haben wir Freunde, bei denen die Frau direkt nach dem Mutterschutz wieder eingestiegen ist. Diese Vorbilder fand ich sehr wichtig. So wusste ich, dass es geht und es auch mit dem Stillen klappen kann.

Wissenschaftler: Ich hatte Kollegen, die ihre Stundenzahl reduziert haben. Deshalb wusste ich, dass das möglich ist.

Wissenschaftlerin: Wir hören oft von Freunden, dass sie unser Modell toll finden und das auch gerne so machen würden. Man muss aber ganz klar sagen, dass bei uns die Rahmenbedingungen einfach ideal passen. Unsere Arbeitsstätten und unser zu Hause liegen sehr nah beieinander, sodass wir alles mit dem Fahrrad schnell erreichen können. Auch die Großeltern wohnen in Laufweite. Diese haben ihre Hilfe angeboten, aber bislang mussten wir aus dienstlichen Gründen noch nicht darauf zurückgreifen.

Was ist ganz anders als Sie es sich vorgestellt hatten?

Wissenschaftler: Es ist vieles ganz anders. Ich habe vorher nicht damit gerechnet, dass es so anstrengend ist, den Alltag zuhause zu meistern. Meine Arbeit fordert mich auch, aber im Vergleich ist das Arbeiten für mich aktuell eher entspannend. Ich hatte vorher schon von mehreren Kollegen gehört, dass sie gerne bei der Arbeit sind, weil sie da einfach mal ihre Ruhe haben. Damals konnte ich das nicht nachvollziehen, aber mittlerweile verstehe ich sie. Es ist nicht so, dass mir die Betreuung meines Sohnes keinen Spaß machen würde. Ich finde das sehr schön. Aber es ist auch sehr anstrengend.

Und was ich vorher überhaupt nicht auf dem Schirm hatte: Man nimmt sich viel vor, setzt sich Ziele und dann schafft man aber so gut wie nichts. Das habe ich vorher an mir nicht gekannt, da werde ich richtig kribbelig. Das war insbesondere in den zwei Monaten Vollzeit-Elternzeit der Fall. Mir haben vorher viele Leute gesagt, nimm dir nichts vor. Ich habe mir extra wenig vorgenommen. Dann ist das wenige aber auch nichts geworden. Da war ich richtig enttäuscht. Das war die größte Umstellung für mich.

Wie unterstützt Ihr Arbeitgeber bzw. Ihr Vorgesetzter Sie und wie unterstützen Ihre Kolleginnen und Kollegen Sie?

Wissenschaftlerin: Mein Vorgesetzter unterstützt mich sehr gut. Wie ich meinen Wiedereinstieg und meine Arbeitszeit geplant habe, hat er sofort akzeptiert. An meinem Institut existieren flexible Arbeitszeitmodelle. Man muss nur selbst wissen, was man gerne möchte, und dann Eigeninitiative zeigen und die zuständigen Personen ansprechen. Denn es steht nicht alles im Intranet. Dadurch, dass unsere Verwaltungsleiterin selbst drei Kinder hat, kennt sie auch das Problem der Vereinbarkeit in einer Leitungsposition. Sie hat immer ein offenes Ohr. Ich wollte, anders als ursprünglich geplant, doch noch länger nur 15 Stunden arbeiten, und etwas später auf 25 Stunden erhöhen. Das habe ich erst relativ kurzfristig entschieden, aber das war überhaupt kein Problem.

Dann gibt es an unserem Institut noch ein paar hilfreiche Angebote, wie zum Beispiel einen Vertrag mit zwei Tageseltern, einen Gemüseeinkaufservice, einen Familienservice und ein Eltern-Kind-Büro. An unserem Institut wird es als ganz selbstverständlich angesehen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Kinder bekommen und damit andere Bedürfnisse, zum Beispiel in Bezug auf die Arbeitszeit, haben.

Wissenschaftler: Das Eltern-Kind-Büro haben wir viel genutzt. Als unser Sohn noch gestillt wurde, bin ich immer mittags mit ihm hergekommen. Dann haben wir alle drei zusammen im Eltern-Kind-Büro Mittagspause gemacht.

Was sagt Ihr Arbeitsumfeld zu Ihrem Arbeitsmodell? Erzählen Sie Projektpartnern oder Kunden von Ihrem Arbeitsmodell?

Wissenschaftlerin: Ich sage einfach, dass ich aufgrund meiner Teilzeit nur vormittags arbeite. Bei anderen ist das ja genauso. Es kommt auch schon mal vor, dass man eine Telefonkonferenz hat und nebenher auf das Kind aufpasst. Dann ist das Kind natürlich zu hören. Mein Mann hatte das jetzt ein paar Mal.

Wissenschaftler: Meistens hat er jedoch geschlafen, aber er war auch mal wach. Meine Projektpartner haben mich danach bei einem Treffen darauf angesprochen, dass sie das ganz witzig fanden. Einer der Projektpartner hat selbst schon ältere Kinder, der hat sich dann an frühere Zeiten erinnert. Insgesamt sind die Reaktionen positiv. Wenn es organisatorisch wichtig ist, dass die Projektpartner von meinem Kind wissen, zum Beispiel wegen meiner Arbeitszeit, dann sage ich es, aber sonst nicht. Mir ist keine Gelegenheit bewusst, bei der das negativ aufgefasst wurde.

Wie zufrieden sind Sie damit, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Ihnen funktioniert?

Wissenschaftlerin: Es ist sicherlich anstrengend, aber man hat von beiden Seiten etwas. Man kann die Arbeit genießen und man kann die gemeinsame Zeit mit seinem Kind genießen.

Wissenschaftler: Man darf sich nicht der Illusion hingeben, dass alles so weiter geht wie bisher. Das war mir von vorneherein klar. Verglichen mit anderen leben wir mit unseren Arbeitsbedingungen und der Möglichkeit zur Teilzeit im Schlaraffenland. Das sehe ich an den anderen Eltern, die ich durch die Krabbelgruppe kennengelernt habe. Viele sind überrascht, was bei uns in Bezug auf die Arbeitsgestaltung möglich ist und wie gut das akzeptiert wird.

Wissenschaftlerin: Für andere war teilweise schon Teilzeit undenkbar, weil die Firma das nicht akzeptiert hat.

Wissenschaftler: An meiner Universität gibt es auch Kurzzeitbetreuung. Dort könnte ich unseren Sohn abgeben, wenn ich eine Besprechung habe. Für uns ist das aber nicht relevant. Unser Sohn braucht relativ lange, bis er mit anderen Menschen warm wird, deshalb regeln wird das lieber anders. Aber die Möglichkeit ist da und für den Fall der Fälle ist es beruhigend zu wissen, dass es solche Möglichkeiten gibt.

Wer oder was hilft Ihnen am meisten, um Beruf und Privates zu vereinbaren?

Wissenschaftlerin: Wir helfen uns beide gegenseitig. Außerdem haben wir Glück, dass es auch logistisch so gut klappt.

Wissenschaftler: Wir haben kurze Arbeitswege, sonst würde das nicht gehen. Unsere Teilzeit ist das zentrale Element. Bekannte von uns wollten ein ähnliches Modell wie wir haben. Dann hat der Arbeitgeber die Teilzeit nicht genehmigt. Bei ihnen ist die Frau dann ganz zu Hause geblieben. Das ist sehr fragil. Wenn ein Faktor nicht mitspielt, ist man ganz schnell wieder bei der klassischen Aufteilung, weil das organisatorisch am einfachsten ist.

Was sind für Sie im Alltag die größten Herausforderungen?

Wissenschaftlerin: Die größte Herausforderung ist, dass zuhause alles läuft – also nichts Spektakuläres.

Wissenschaftler: Die größte Herausforderung ist, dass das tägliche Leben funktioniert. Wir müssen einfach durch diese betreuungsintensive Zeit durch, und dann wird es auch wieder entspannter. Die Herausforderung ist, sich langfristig nicht zu überfordern. Man hat oft das Gefühl, dass man nichts erreicht und nur dafür sorgt, dass der Alltag funktioniert. Aber das stimmt nicht, man zieht ja immerhin ein Kind groß.

Welchen Ratschlag geben Sie anderen Müttern und Vätern?

Wissenschaftlerin: Bei der Vereinbarkeit ist viel mehr möglich, als man so denkt.

Wissenschaftler: Habt nicht so viele Erwartungen. Es kommt sowieso vieles anders, als man es sich anfangs vorstellt. Natürlich ist es gut, wenn man einen groben Plan hat, aber man sollte sich nicht zu sehr darauf festlegen.

Was würden Sie rückblickend anders machen?

Wissenschaftler: Ich würde mir für die Elternzeit wahrscheinlich einfach gar nichts vornehmen, sondern alles auf mich zukommen lassen.

Wissenschaftlerin: Es wäre schön gewesen, wenn mein Mann seine Arbeitszeit anfangs noch etwas stärker reduziert hätte.

Wissenschaftler: Stimmt. Rückblickend hätte ich da vielleicht mutiger sein sollen. Unser Gedanke war, dass ich meine Arbeitszeit so weit reduziere, wie es organisatorisch nötig ist. Ich habe mich aber nicht getraut, mir darüber hinaus mehr zuzugestehen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Wissenschaftlerin: Dass alles so bleibt. Dass alle gesund bleiben.

Wissenschaftler: Ich wünsche mir, dass verschiedene Wege für die Vereinbarkeit in der Gesellschaft selbstverständlicher werden. Das heißt nicht, dass alle in Teilzeit arbeiten müssen. Bei Freunden von uns ist die Frau drei Jahre zuhause geblieben und fand das schön. Sie musste aber mit ganz vielen „Heimchen-am-Herd“-Vorurteilen kämpfen.

Wissenschaftlerin: Ein Kommilitone von mir, der kurz nach mir, 2009, das Studium abgeschlossen hat, hat bis jetzt seine Kinder betreut, weil seine Frau selbständig war. Ich wünsche mir mehr Flexibilität in den Modellen und in den Köpfen.

Was wünschen Sie sich um Ihr Privat- und Berufsleben noch besser vereinbaren zu können?

Wissenschaftlerin: Für uns ist die Vereinbarkeit absolut gegeben. Die Frage ist eher, wie können andere das auch nutzen.

Wissenschaftler: Die Frage ist auch, ob sich andere trauen, das zu nutzen. Die eine Seite ist, dass es Maßnahmen gibt, und die andere Seite ist, dass auch vorgelebt wird, wie sie genutzt werden. Ich habe den Eindruck, wir sind mit dem Modell, das wir haben, ziemliche Exoten.

Was könnte Ihr Arbeitgeber ändern, um Ihnen die Vereinbarkeit von Privatem und Beruf (noch mehr) zu erleichtern?

Wissenschaftlerin: Durch die Struktur meiner Forschungsorganisation mit völlig unterschiedlichen Instituten ist das schwer zu sagen. Aber bezogen auf unseren Standort könnte sich die Transparenz verbessern. Ich fände es schön, wenn jedem bekannt wäre, was es alles gibt und was möglich ist. Daran arbeite ich auch gern in meiner Rolle als Beauftragte für Chancengleichheit.

Inspirator*innen

Individuelle Wege zur Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben

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  • „Das Schönste ist die Zeit, wenn wir gemeinsam zu fünft sind. Das ist unschlagbar.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin und der porträtierte Wissenschaftler arbeiten seit 10 Jahren
    in der gleichen Abteilung eines Forschungsinstituts. Beide sind wissenschaftliche
    Mitarbeitende und stellvertretende GruppenleiterIn. Sie haben sich während ihres Studiums
    kennengelernt und sind mittlerweile verheiratet. Vor 19 Monaten wurden sie Eltern von Drillingen.
    Sie organisieren den Familienalltag gleichberechtigt und teilen alle Aufgaben
    halbe-halbe zwischen sich auf.

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    Porträt 01
  • „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben nun zwei Ansprechpersonen,
    anstatt zwei Chefs.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin und der porträtierte Wissenschaftler leiten gemeinsam
    eine Abteilung ihres Forschungsinstituts. Das Institut hat mehrere Standorte.
    Der Standort an dem die beiden porträtierten Personen arbeiten, liegt ländlich ohne
    Anbindung an eine Universitätsstadt. Die Wissenschaftlerin hat promoviert und
    arbeitet seit fast 10 Jahren für das Institut. Sie ist verheiratet. Der Wissenschaftler
    hat ein Dplom und ist seit fast 20 Jahren am Institut. Er ist verheiratet und hat
    zwei Kinder im Grundschulalter. Seine Frau arbeitet in Teilzeit am gleichen Institut.

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    Porträt 02
  • „Papa mit Baby allein zuhause ist wirklich empfehlenswert.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin und der porträtierte Wissenschaftler arbeiten beide
    am selben Forschungsinstitut. Sie sind verheiratet und haben zwei Töchter. Diese sind
    im Kindergarten- bzw. Grundschulalter. Die Wissenschaftlerin ist seit sieben Jahren
    am Institut. Als sie begonnen hat für das Institut zu arbeiten, war ihre erste Tochter
    fünf Monate alt und wurde deshalb bis zum ersten Geburtstag vom Vater betreut.
    Der Wissenschaftler hat promoviert und arbeitet seit 2 Jahren am Institut.

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    Porträt 03
  • „Es ist nichts Besonderes daran eine Leitungsfunktion zu übernehmen
    und in Teilzeit zu arbeiten.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin arbeitet seit fast 20 Jahren an ihrem Institut.
    Knapp ein Jahr nachdem sie die Leitung einer Gruppe übernommen hatte, wurde ihr Sohn
    geboren. Mittlerweile ist ihr Sohn vier Jahre alt. Die Wissenschaftler ist nach wie
    vor Gruppenleiterin und arbeitet in Teilzeit, um aktiv Zeit mit ihrem Sohn
    verbringen zu können.

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    Porträt 04
  • „Vorbilder fand ich sehr wichtig.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin arbeitet seit 10 Jahren an ihrem Forschungsinstitut.
    Der porträtierte Wissenschaftler hat promoviert und ist Gruppenleiter an einer
    Universität. Beide sind verheiratet und haben einen 14 Monate alten Sohn,
    den sie gemeinsam betreuen.

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    Porträt 05
  • „Obwohl wir so viel arbeiten,
    verbringen wir sehr viel schöne Zeit mit unseren Kindern.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin ist seit mehr als 20 Jahren an ihrem Institut tätig.
    Sie begann ihre Karriere als wissenschaftliche Hilfskraft. Die letzten sieben Jahre
    war sie als Abteilungsleiterin tätig. Seit kurzem ist sie Professorin an einer
    Hochschule. Zugunsten dieser neuen Aufgabe hat sie die Abteilungsleitung abgegeben,
    ist aber weiterhin zusätzlich für ihr Forschungsinstitut tätig.
    Sie ist verheiratet, hat einen Sohn und eine Tochter mit Down-Syndrom.

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    Porträt 06
  • „Ein Tandem funktioniert nur mit guter Abstimmung und absolutem Vertrauen.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin A und die porträtierte Wissenschaftlerin B leiten
    gemeinsam eine Abteilung. Beide arbeiten in Teilzeit. Wissenschaftlerin A ist
    promoviert. Seit fast 15 Jahren arbeitet sie an ihrem Forschungsinstitut.
    Sie ist verheiratet und hat eine Tochter sowie einen Sohn im Grundschulalter.
    Wissenschaftlerin B hat vor 8 Jahren angefangen neben ihrem Studium als
    wissenschaftliche Hilfskraft für das Forschungsinstitut zu arbeiten. Seit 2 Jahren ist
    sie wissenschaftliche Mitarbeiterin.

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    Porträt 07
  • „Das Besondere ist, dass man rund um die Uhr Verantwortung trägt.
    Im Büro ist man für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich
    und zu Hause hat man Verantwortung für sein Kind.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin arbeitet seit 10 Jahren an ihrem Institut. Mit der
    Geburt ihrer Tochter ging in Jahr in Elternzeit. Kurz nachdem sie in ihre alte Position
    zurückgekehrt war, wurde ihr die Leitung einer Abteilung angeboten. Mittlerweile leitet
    sie die Abteilung seit eineinhalb Jahren und ihre Tochter ist drei Jahre alt.

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    Porträt 08
  • „Wir wollten beide nicht das klassische Familienmodell.“

    Die porträtierte Wissenschaftlerin hat vor 10 Jahren mit einem Promotionsstipendium
    an ihrem Institut angefangen. Vor sechs Jahren wurde sie als wissenschaftliche
    Mitarbeiterin eingestellt. Seit vier Jahren ist sie die stellvertretende
    Abteilungsleiterin. Ihr Mann arbeitet in der gleichen Abteilung. Gemeinsam haben sie
    eine Tochter im Kleinkindalter und einen Sohn in Säuglingsalter. Momentan arbeiten
    beide 40 Prozent, um ihren Sohn zuhause betreuen zu können.

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    Porträt 09