Mit-Kind-Büro mit zwei Arbeitsplätzen (Fraunhofer IAF)

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Beschreibung der Thematik und Zielstellung
Immer wieder klagen KollegInnen über Notfallsituationen, die sie vor ein Betreuungsproblem stellen und die mit den bereits etablierten Maßnahmen, wie pme Famillienservice (der in Freiburg nur sehr schwer zu nutzen ist, da es keine Einrichtung vor Ort gibt), der Kooperation mit der Kita Junikäfer und der Möglichkeit von flexiblen Arbeitszeitmodellen, leider nicht immer zu lösen sind.
Das MiKi soll den Beschäftigten des IAF in diesen Notfallsituationen helfen und bietet die Möglichkeit, stundenweise oder in Ausnahmen auch wenige Tage das Kind zur Betreuung zur Arbeit mitzubringen, um kurzfristig entstehende Betreuungslücken zu schließen.

Beschreibung des Angebots/der Aktion
Es werden zwei miteinander verbundene Räume zur Verfügung gestellt, die nahe zum Eingang und Parkplatz liegen, also leicht zu erreichen sind. Das MiKi kann von jedem Mitarbeitenden selbst über das Intranet reserviert werden.
Im vorderen Raum befinden sich zwei Arbeitsplätze mit normaler Büroausstattung wie Rechner, Drucker und Telefon – jedoch alles mit kindgerechten Sicherheitsvorkehrungen, sowie einen Kinderstuhl zur Anbringung am Schreibtisch.
Für die Kinder einen höhenverstellbaren Schreibtisch, eine Spielecke mit kleinem Tisch und Kinderstühlen, Spieleteppich, Sitzsack sowie ein Kinderhochstuhl, der auch mit in die Kantine genommen werden kann. Für jede Altersgruppe entsprechend sind Spielsachen und Bücher vorhanden
Der angrenzende Raum wird als Schlaf- und Wickelbereich genutzt und ist mit einem Kinderbett und einer Wickelkommode ausgestattet.

Vorgehensweise bei der Implementierung

  • Vorstellung des MiKi durch die BfC in der ILA mit anschließender Abstimmung des ILA und Zustimmung zur Errichtung des MiKi.
  • Antrag bei der ZV zur »Förderung von Maßnahmen zur Etablierung oder Weiterentwicklung von Rahmenbedingungen zur Vereinbarung von Beruf und Familie am Institut« und Bewilligung der Förderung im Herbst 2014.
  • Erste Gespräche mit interessierten Eltern für erstes Feedback über Wünsche und Notwendigkeiten.
  • Planung der MiKi Ausstattung zusammen mit einer Kollegin aus der Verwaltung und den Sicherheitsbeauftragten am Institut, die auch vor Öffnung das MiKi nochmals auf die notwendige Sicherheit hin geprüft haben.
  • Von Anfang an war auch der Betriebsrat informiert und eingebunden.
  • Wichtiger Punkt war die Erstellung einer Benutzungsordnung in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und dem Betriebsrat. Als Hilfestellung können hier bereits vorhandene Benutzungsordnungen anderer Institute herangezogen werden (Unterschrift von IL, VL und BR)
  • In einer Betriebsversammlung Anfang des Jahres wurde das zukünftige MiKi vorgestellt.
  • Anfang Mai 2015 wurde das MiKi dann eröffnet.

Formale Anforderungen
Rechtliche Anforderungen: Zur Absicherung ist eine Benutzungsordnung erforderlich.
Finanzielle Anforderungen: Anschub durch das Förderprogramm, jedoch ohne die zusätzliche finanzielle Unterstützung des Instituts hätten wir das MiKi in dieser Form nicht ausstatten können.
Personelle Anforderungen: Wer alles bei der Planung etc. mit dabei sein sollte, siehe »Vorgehensweise bei der Implementierung«. Außerdem muss es auch danach immer eine Ansprechperson geben, die ab und zu nach dem Zimmer schaut und alles Notwendige organisiert.

Ergebnisse und Wirkungsweisen
Die Öffnung des MiKi kam durch den Streik der Kitas gerade zum rechten Zeitpunkt und das MiKi wurde gleich von den KollegInnen reserviert.
Das Miki wird von Eltern und Kindern somit sehr gut angenommen. Die Kinder fühlen sich wohl hier und einige Bedenken und Ängste der KollegInnen in Bezug auf ihre Arbeit konnten ausgeräumt werden.
Die Bereitschaft vom Institut, ein MiKi zu unterstützen, wurde von fast allen KollegInnen positiv aufgenommen. Es war ein deutliches Zeichen des Instituts in Richtung Familienfreundlichkeit.
Man erlebt KollegInnen auch mal persönlicher, zu denen vielleicht sonst kein Kontakt besteht.
Die BfC-Arbeit wurde aktiv diskutiert und somit bekannter gemacht.

Dieses Angebot gehört zur Kategorie
Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben

Erfolgskriterien und mögliche Hindernisse
Ein Erfolgskriterium wird unter anderem sein, wie sich die Arbeit mit der 100prozentigen Betreuung der Kinder alleine durch die Erziehungsperson vereinbaren lässt.
Außerdem wird die Akzeptanz der Führungskräfte wichtig sein, wenn ihre MitarbeiterInnen nicht direkt »greifbar sind«, sondern im MiKi sitzen.
Daraus wird sich sicherlich ergeben, wie oft das MiKi genutzt und gebucht wird und ob man es begründen kann, hierfür 2 Räume frei zu halten anstatt sie als Büroräume zu nutzen.