Girls‘ Day – Mädchen-Zukunftstag (Fraunhofer IDMT)

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Beschreibung der Thematik und Zielstellung
Motive für die Durchführung der Maßnahme sind:
Zum einen eine Erhöhung des Anteils der weiblichen Azubis in technischen/naturwissenschaftlichen Ausbildungsberufen und Studienrichtungen. Zum anderen, Mädchen für das Institut und mögliche Praktika bzw. eine mögliche Ausbildung zu begeistern. Weiter handelt es sich um eine öffentlichkeitswirksame Veranstaltung, über die fast jedes Jahr ein Beitrag in der Lokalzeitung zu finden ist.

Beschreibung des Angebots/der Aktion
Der Girls‘ Day wird seit 2007 regelmäßig am Fraunhofer IDMT angeboten. In den letzten Jahren wurde die Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-IOSB/AST oder der TU Ilmenau durchgeführt. Unter dem Motto »Ein Tag in der Welt der Medientechnologien« bieten wir interessierten Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren jährlich ein spannendes Programm. Beispiele für Workshops sind:

  • »Wie entstehen Computerspiele« (2017)
  • »Erwecke Roboter zum Leben und lerne mit »Open Roberta« programmieren« (2017)
  • »Things you love are made with Code« (2015)
  • »Erstelle Dein eigenes 3D-Hörspiel!« (2014)
  • »Digitale Bewegungslernspiele: Ein neues Spielkonzept erstellen und umsetzen!« (2013, 2011)
  • »Hilf mit bei der Erstellung eines 3D Soundhörspiels.« (2012, 2011)
  • »Bau Deinen eigenen elektronischen Würfel« (2011)

Die Workshops werden ergänzt durch eine Rahmenveranstaltung, die folgende Punkte beinhaltet:

  • Vortrag zu den Ausbildungsberufen (in den letzten Jahren wurde dies durch die Workshopleiterinnen direkt im Workshop durchgeführt)
  • Gemeinsames Mittagessen und Ausgabe der Teilnahmebestätigungen an die Mädchen
  • Kennenlernen der spannenden Welt der Energieforschung und Unterwasserfahrzeuge am Fraunhofer IOSB-AST (2017)
  • Gruppenfoto mit allen Teilnehmerinnen des Girls‘ Day auf dem Campus der TU Ilmenau

Vorgehensweise bei der Implementierung
Bereits im November des Vorjahres werden die Führungskräfte angefragt, welche Abteilungen sich mit einem Workshop am Girls’Day beteiligen möchten. Die Veranstaltungsorganisation wird durch die PR-Abteilung übernommen, die Vorbereitung der Workshops erfolgt innerhalb der Abteilungen. Bei der Konzeption der Workshops wird darauf geachtet, dass diese möglichst durch Wissenschaftlerinnen geleitet werden. Weiterhin wird versucht, dass in den Workshops neben etwas Theorie möglichst viel praktisch gearbeitet wird. Wenn möglich, sollte zum Abschluss des Workshops ein Arbeitsergebnis entstanden sein, das mit nach Hause genommen werden kann. Bei der Verwaltungsleitung wird ein Budget für Give-aways und evtl. für Workshopmaterialien beantragt.

Vor Versand der Einladungen wird eine Veranstaltungs-Website erstellt, auf der alle Informationen zu finden sind. Ebenso wird die Veranstaltung auf der offiziellen Girls‘ Day-Website eingetragen. Die Bewerbung der Veranstaltung übernimmt die TU Ilmenau. Sie versendet den gemeinsamen Flyer, der im Vorfeld zusammen mit uns erarbeitet wurde, sowie weiteres Infomaterial an verschiedenen Schulen im Umkreis.

Die Anmeldung ist für die Schülerinnen über die offizielle Girls‘ Day-Website möglich. Die Anmelde-
Deadline liegt ca. eine Woche vor der Veranstaltung. Die Erfahrungen zeigen, dass die Anmeldungen meist erst sehr nah an der Deadline, häufig auch danach am Institut eingehen. Die Anmeldebestätigungen werden zusammen mit weiterem Infomaterial (wie Flyer, Fotofreigabeerklärung etc.) für die Schülerinnen und deren Eltern per E-Mail versandt. Die Fotofreigabeerklärungen müssen von den Eltern unterschrieben und von den Mädchen zur Veranstaltung mitgebracht werden.

Vor dem Veranstaltungstag wird eine Pressemitteilung an die lokalen Medien versandt. Die Veranstaltung wird vorab auch im institutsinternen Newsletter angekündigt und in sozialen Netzwerken (Facebook, Twitter) publik gemacht. Außerdem werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Tag vor der Veranstaltung per E-Mail nochmals entsprechend informiert und um Verständnis für evtl. erhöhten Lautstärkepegel gebeten.

Formale Anforderungen
In den ersten Jahren wurden durch das Institut drei verschiedene Workshops pro Veranstaltung angeboten. Aufgrund des hohen Zeitaufwands wurde das Angebot auf ein bis zwei Workshops pro Jahr reduziert, was sich als eine gute Lösung herausgestellt hat. Da die Erarbeitung neuer Workshops sehr zeitintensiv ist, werden einige Workshops über mehrere Jahre angeboten.
Ursprünglich haben wir die Veranstaltung ab mittags angeboten. Ziel war, möglichst nur wirklich interessierte Mädchen für die Workshops zu gewinnen und nicht nur eine Alternative zum Schulbesuch darzustellen. Es hat sich allerdings gezeigt, dass unser Angebot häufig mit Freizeitbeschäftigungen wie Musikschule, Sport usw. kollidierte. Daher bieten wir unseren Girls‘ Day jetzt von 9-15 Uhr an.

Ergebnisse und Wirkungsweisen
Prinzipiell wird das Angebot durch die Zielgruppe sehr gut angenommen. Jedoch haben sowohl Lehrerinnen und Lehrer als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehrfach darauf hingewiesen, dass sie es nicht gut finden, dass dieses Angebot ausschließlich von Mädchen genutzt werden kann.
Obwohl es bisher leider keine Bewerbung der Veranstaltungsteilnehmerinnen auf einen Ausbildungsplatz im technischen Bereich am Institut gab, wird die Maßnahme am Institut als wertvoll eingestuft und soll auch zukünftig regelmäßig stattfinden.

Dieses Angebot gehört zur Kategorie
Nachwuchsgewinnung
Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft

Erfolgskriterien und mögliche Hindernisse
Da es häufig »Konkurrenz« zu Angeboten der TU Ilmenau gab (unser Institut befindet sich auf dem Campus der Universität), wird seit 2013 der Girls’Day in Kooperation mit der Universität organisiert. Dies reduzierte auch unseren Zeitaufwand, da die Einladungen durch die TU versandt wurden. Voraussichtlich wird die Veranstaltung auch in den nächsten Jahren in dieser Form stattfinden.