Frauennetzwerk (Fraunhofer IAO)

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Gründe für die Einrichtung des Angebots
Im Alltagsgeschäft bleibt oft keine Zeit, sich mit Fragen der Chancengleichheit zu beschäftigen. In Bereichen, in denen Frauen wenig vertreten sind, fehlen ihnen Ansprechpartnerinnen und Gelegenheiten sich mit Effekten auseinanderzusetzen, die auftreten, wenn ein Geschlecht in der Minderheit ist. Auch in Bereichen mit höherem Frauenanteil ist in manchen Fällen eine Vernetzung der Kolleginnen förderlich, wenn diese durch Teilzeitarbeit oder andere Faktoren wenig Gelegenheit zur Netzwerkbildung haben.

Beschreibung des Angebots
Das Einberufen eines Netzwerktreffens macht die Frauen, die sich für das Thema interessieren, untereinander bekannt. Neben der Vermittlung von Informationen über Chancengleichheit und die Aufgaben von BfCs ist das Treffen eine Gelegenheit, die Hemmschwelle bei der Kontaktaufnahme mit anderen Frauen zu senken.

Vorgehensweise bei der Implementierung
Die Treffen finden in unregelmäßigen Abständen von ca. drei bis sechs Monaten statt. Ein regelmäßiger Termin wäre jedoch von Vorteil. Das Treffen wird in einer Rundmail allen Beschäftigten bekannt gegeben. Hierbei ist hin und wieder mit Unverständnis von einzelnen Personen zu rechnen, aber es soll transparent sein, dass es stattfindet. Das eventuell geäußerte Unverständnis von Kollegen oder auch Kolleginnen, »ob das denn wirklich nötig sei, oder gar eine Bevorzugung der Frauen« wird bewusst in Kauf genommen und als Gesprächsaufhänger dafür, welche Verbesserungen durch die Veranstaltungen erhofft werden. Per Outlook-Termin wurden alle weiblichen Mitarbeitenden eingeladen. Neben der Weitergabe aktueller Informationen ist auch Platz für Diskussionen. Eine (kurze) Vorstellungsrunde hilft bei der Vernetzung, auch das Sprechen über Themen von Untergruppen trägt zur Vernetzung derer bei, die sich dazuzählen, wenn sie darüber reden wollen, und sonst zum Verständnis für diese Gruppen bei den anderen (Wissenschaftlerinnen, Verwaltungsangestellte, EU-Projektbearbeiterinnen, Mütter, Alleinerziehende, …). Als Beispiel ein Schwerpunktthema des letzten Treffens: »Ich bin Fachfrau für: …«. Außerdem wurden Bücher vorgestellt.

Ergebnisse und Wirkungsweisen
Die ersten Treffen wurden unterschiedlich gut besucht, zwischen 5 und 15 Teilnehmerinnen, weitere Treffen folgen. Da die Teilnahmen häufig durch Projekttermine oder Reisen nicht möglich sind, wird die Präsentation als Protokoll ins Intranet gestellt. Termine sollten lange im Voraus festgelegt werden.

Dieses Angebot gehört zur Kategorie
Genderbewusste Organisationskultur
Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben

Fördernde Bedingungen für dieses Angebot
Verständnis in der Belegschaft, dass die Vernetzung von Frauen ein förderungswürdiges Ziel ist sowie ein gutes Verhältnis zwischen Institutsleitung, BfC und Betriebsrat.